Toskana – 04.03.2026 – 09.03.2026


Kamelienblüte in der Toskana

Toskana Stimmung am Abend ( mit KI generiert) zum Einfühlen
  1. Kamelienblüte in der Toskana
    1. Toskana im März
    2. 1.Tag: 6:00 Uhr Anreise – Montecatini
    3. 2.Tag: Ausflug Siena – Montecatini
      1. FREIZEIT: Montecatini zur freien Verfügung
    4. 3.Tag: Ausflug Villa Puccini und Villa Torrigiani
      1. Villa Torriggiani di Camigliano
    5. 4.Tag: Kamelienfest in Sant´Andrea di Compito
    6. 5.Tag: Ausflug Florenz
    7. 6.Tag: Montecatini – Heimreise

Toskana im März

Das Wetter sieht gut aus? Wichtig für Koffer packen.

Die Wetterprognose sieht gut aus. 😉

Dieses mal wieder Italien. Die Gegend kenne ich schon, aber wir besuchen ja wieder neue Orte. Schön, Bekanntes wieder mit neuen Augen zu sehen, und Neues kennen zu lernen.

Der Besuch der Toskana im März ist ideal. Milde Temperaturen von 12- 18 Grad und eine Landschaft die in voller Blüte steht. Es ist ideal für Radtouren, Wandern und Besichtigungen, während die Hauptsaison noch nicht begonnen hat. Badeurlaub ist bei ca. 13–15 °C Wassertemperatur noch nicht möglich. Aber die Füße kann man schon mal nass machen.

Am 04.03.2026 geht es los.

1.Tag: 6:00 Uhr Anreise – Montecatini

Früh aufstehen ist angesagt. Der Bus fährt um 6:00 Uhr ab. Vom Saarland geht es über Frankreich, der Schweiz dann nach Italien. Fast 1000 km mit dem Bus. Erst mal schnuppern wer das so mit fährt. Das ist immer wieder spannend. Nachdem unser Hauptbusfahrer in Frankreich den Bus übernommen hat, geht es los. Nur so gelingt es ihm die Lenkzeiten einzuhalten. Das gab den Reisenden die Gelegenheit sich kurz vorzustellen und sich gegenseitig zu beschnuppern. Es finden sich immer die Richtigen. In meinem Falle waren es zwei Damen und ein Herr, die zum Gelingen dieser Fahrt erheblich beitrugen. Ich habe mich sehr gut unterhalten.

Auf dem langen Weg zum Ziel, liegen manchmal sehr interessante Orte. So ein Ort ist die Raststätte Uri am Vierwaldstätter See, Richtung Italien. Ein Ort nicht nur um zu Essen, sich zu erfrischen sondern zum Staunen. Das Gebäude ist in Holzbauweise erbaut und hat eine großzügiges Entree und Speiseräume. Die Toiletten sind wie kleine Hütten gestaltet und der Innenraum erzählte über die Geschichte der Berglandschaft und seinen Helden. Wilhelm Tell hat uns begrüßt.



Im Außenbereich gab es ein Klangspiel und eine Hängebrücke über den Fluss Reuss. Diese Hängebrücke lud zum Test ein. Bei meiner Höhenangst war das gar nicht so ohne. Aber der Mut hat sich gelohnt. Gehst du ein Stück mit mir mit? Die Raststätte war ganz in Holzbauweise gestaltet.

Raststätte Vierwaldstättersee Kunst und Natur

2.Tag: Ausflug Siena – Montecatini

Auftakt unserer Reise ist Siena, eine der schönsten Städte Italiens. Die historische Altstadt wurde 1995 von der UNESCO mit dem Welterbetitel geadelt. Beeindruckend ist die gotische Kathedrale aus weißem und schwarzem Marmor mit ihrer herrlichen Fassade. Hier stand ich zwar schon mal davor.


Wenn du magst schau dir die Diashow an.

Jetzt werde ich hoffentlich mal reinschauen können. Hier in der Nähe, hatten die Eltern von Gianna Nannini eine Bäckerei. Ganz in der Nähe des Platzes auf dem der Palio stattfindet. Reiter aus 17 Stadtteilen wetteifern um den ersten Platz. Die meistens Anwohner vermieten ihre Wohnungen für Gäste zu horrenderen Preise. Denn von den Fenstern der umliegenden Gebäude hat man einen tollen Blick auf das Geschehen. Summen von 3000,00 € standen im Raum.

Am restlichen Nachmittag bleibt Zeit, unseren Urlaubsort Montecatini näher kennen zu lernen.


Stefano Sansavini
 –CC BY-SA 4.0
FREIZEIT: Montecatini zur freien Verfügung

Stazione Funicolare Standseilbahnstation.
Therme und Park waren leider noch geschlossen. Die Saison beginnt erst im April.
https://www.anitavillas.de/blog/montecatini-italien/

„Ein gold’ner Saum am Horizont,
Wo warm das Licht im Meere thront.
Der Duft von Pinien, salzig-süß,
Ein Hauch von fernem Paradies.“


Wo die Zitronen blühn, Johann Wolfgang von Goethe

3.Tag: Ausflug Villa Puccini und Villa Torrigiani

Giacomo Puccini (1858–1924), geboren in Lucca, war ein Meister der großen Gefühle. Seine Opern wie La Bohème, Tosca, Madama Butterfly und Turandot gehören zu den meistgespielten Werken weltweit – voller Melodien, die unter die Haut gehen.

Puccini entstammte einer Musikerfamilie und wurde früh vom Klang der Kirchenorgeln und dem Drama der Bühne geprägt. Er studierte in Mailand und wurde schnell zum Star der italienischen Oper.

Doch nicht nur seine Musik war leidenschaftlich: Puccini führte ein bewegtes Leben, geprägt von Affären, Skandalen und intensiven Beziehungen. Die Frauen in seinen Opern – Mimi, Tosca, Butterfly – sind oft tragische Heldinnen, deren Schicksale tief berühren.

Die Villa Puccinis liegt in Torre del Lago, ein Stadtteil der Gemeinde Viareggio in der Provinz Lucca. Dort wo der berühmte italienische Komponist Giacomo Puccini dreißig Jahre lang lebte. Bevor ihn eine prekäre Situation zwang nach Viareggio umzuziehen. Hier komponierte er in seinem Haus, das gegenüber dem See liegt seine wunderbaren Melodien. Wenn man aus dem Wintergarten in Richtung See schaut, dann kann man sich hineinfühlen in so manche Melodie. Puccini liebte die Natur, die Jagd und sein Boot führte ihn oft auf den See hinaus. Die Lage war sehr einsam und es lebten nicht viele Menschen dort. Das Haus ist sehr modern eingerichtet. Mit Telefon, Elektrizität und ein Klingelsystem für die Dienerschaft. Ein Luxuriöser und vielleicht auch dekadenter Lebensstil der seine Spuren hinterließ.

Am Ende seines Lebens arbeitete er an Turandot, die er nicht mehr vollenden konnte. Doch seine Musik lebt weiter – als Echo einer Zeit, die das Herz sprechen ließ.

Sein Stil? Emotional, modern, mit feinem Gespür für orchestrale Farben und psychologische Tiefe. Puccini komponierte nicht nur Arien – er schrieb Seelenlandschaften.

Weiter geht es zur:

Villa Torriggiani di Camigliano

Im Jahr 1636 erwarb der Marchese Nicolao Santini die im 16.Jahrhundert erbaute schlichte Villa. Er war Botschafter Luccas am Hofe des Sonnenkönigs Ludwig des 14ten in Frankreich. Er verwandelte die einfache Villa in einen Prunkpalast, der an Versailles erinnerte. Der Schlosshof wurde von André Le Notre mitgestaltet.
Uralte Bäume aus unterschiedlichen Erdteilen eingeführt, symbolisieren die Weltoffenheit der Besitzer. Eine Grotte lädt zum Verweilen ein.

Die Principessa führte uns persönlich durch das große Haus und gab interessante Hintergrundinformationen zur Familie und zur Entstehungsgeschichte des Hauses. Unbeding die Fünf Euro Eintritt für die Führung durchs Haus zahlen. Es lohnt sich.

In dem Haus, das nur von März bis Oktober bewohnte wurde gibt es keine Heizung. Von der Saat bis zur Ernte waren die Hausherren bei der Produktion der Lebensmittel vor Ort. Sie kontrollierten die Prozesse und wohnten im zweiten Stock. Im Haus dominieren die Fresken mit Trompe-l’oeil Effekt, bei dem die Schatten eine realistischen Eindruck hinterlassen und die Figuren hautnah erleben lässt. Die Decken sind den Jahreszeiten angepasst und alleine schon eine Augenweide. Schwere Seidenbezüge und prachtvolle Stickereien laden zum Staunen ein.

Eine der Stickereien fiel besonders ins Auge. Ein Bettüberwurf und ein bestickter Sessel. Hier durfte der Sohn des Hauses, auf Anweisung seiner Mutter, sich in Geduld üben. So gestaltete er diese gut erhaltenen Kunstwerke bereits ab der Vorlage, die er selbst zeichnete und dann bestickte. Der Sohn sollte sich in Geduld üben. Dies hat er sicher in den 20 Monaten, die er an diesem Kunststück arbeitet gelernt. Schwere Seidenvorhänge und Bezüge sind Zeugen der reichen Region und werden von den Besitzern vorbildlich erhalten.

4.Tag: Kamelienfest in Sant´Andrea di Compito

Wenn der März die Hügel bei Lucca in zartes Rosa und Weiß taucht, erwacht Sant’Andrea di Compito zum Leben. Das kleine toskanische Dorf feiert die „Mostra delle Antiche Camelie della Lucchesia“, ein Fest zu Ehren der edlen Kamelien, die hier seit über 200 Jahren gedeihen. Das ganze Dorf macht mit.

Reiseleiterinnnen sind wahre Psychologen und Verkaufsberaterinnen. Wer will schon 100 Kameliensorten anschauen. Und so verkaufte sie uns einen Spaziergang durch das Bergdorf als wahres Highlight. Was dann auch so war. Meine drei ReisebegleiterInnen und ich bummelten so anhand der Karte durch das Dorf und konnten einen Blick auf manche schöne Ecke erhaschen. Und so nutzten wir eine kleine Brücke über den Bach um uns ein paar Kilometer zu ersparen. Auf Entdeckungstour und abenteuerlustig sozusagen wird man erfinderisch.

Zwischen historischen Villen, plätschernden Wasserläufen und dem berühmten Kameliengarten „Camellietum Compitese“ blühen über 1000 Sorten – ein Paradies für Pflanzenliebhaber und Romantiker.


Wo die Zitronen blühn, Johann Wolfgang von Goethe

„Die Straßen eng, aus altem Stein,
Geladen lädt der Abend ein.
Ein Lachen schallt durch die Gassen weit,
Hier hat das Herz noch alle Zeit.“

An vier Wochenenden im März (7.–8., 14.–15., 21.–22., 28.–29. März 2026) öffnen sich Gärten, Ausstellungen und Teehäuser. Besucher schlendern durch duftende Alleen, entdecken seltene Kamelienarten und genießen die toskanische Gastfreundschaft bei Musik, Kunst und regionaler Küche.



Ein Glas Chianti, dunkelrot,
Vergessen ist die Alltagsnot.
Das Pizzabrot, das Öl, der Wein –
So soll das Leben wohl gedeihaft sein.


Wo die Zitronen blühn, Johann Wolfgang von Goethe

Ein Fest, das den Frühling feiert – still, poetisch und voller Blütenpracht.Im Bergdorf Sant‘ Andrea di Compito erwartet Sie ein wahrer Blütenrausch. Hier können Sie Kamelien aus aller Welt, historische Pflanzen ebenso wie neue Züchtungen bewundern. Kamelienbäume von bis zu 30 Metern Höhe verwandeln die Gärten der historischen Villen in wahre Paradiese. Zur Mittagspause werden Sie in einem Agriturismo zu einer Weinprobe mit Imbiss erwartet. Buon Appetito!

5.Tag: Ausflug Florenz

Um 8:30 Uhr geht es zu Fuß zum Bahnhof und dann mit der Bahn nach Florenz. Die 40 minütige Fahrt führt übers Land und so kann man sich noch einen schönen Eindruck verschaffen. sehen.

Am imposantesten ist wohl der Florentiner Dom oder Kathedrale von Florenz. Sie ist Bischofsitz der Erzdiözese der Stadt Florenz. Es handelt sich um eines der größten Meisterwerke der gotischen Kunst und der frühen italienischen Renaissancekunst.

Die Florentiner Kathedrale ist mit ihren 160 Metern Länge, 43 Metern Breite und dem Trapnsept von 90 Metern eine der größten Kirche der Christenheit. Die Innere Höhe der Kuppel beträgt 100 Meter und sie ist ein Symbol für den Reichtum und die Macht der toskanischen Hauptstadt im XIII. und XIV. Jahrhundert. Ihr Name geht auf die Lilie, das Sinnbild von Florenz und den antiken Namen der Stadt, Florentina, zurück.

Heute wird der Dom von Florenz lediglich vom Petersdom im Vatikan, der St. Paul`s Cathedral in London, der Kathedrale von Sevilla und dem Mailänder Dom übertroffen. Diese Kathedrale war aber zu ihrer Zeit die größte Europas mit einem Fassungsvermögen von 30 000 Personen.

Dank seiner gewaltigen Sakralbauten und wunderschönen Kunstschätze gilt Florenz als eine der bedeutendsten Kulturmetropolen der Welt. Die wichtigsten Denkmäler sind zu Fuß zu erreichen. Bei unserem 2, 5 stündigen Stadtrundgang konnte man nur die Highlights anschauen. Den Dom, die Uffizien von außen und die tollen Geschäfte und Kunstschätze am Wegesrand nur streifen. Ich war zum zweiten Mal in Florenz. Es lohnt sich für eine Reise nur auf Florenz zu konzentrieren. Ansonsten konnte man sich wieder darauf besinnen, welche großen Werke die Menschheit im Stande ist zu schaffen. Wenn sie denn friedlich bleibt. Was für eine Verschwendung an Potenzialen.

„In Florenz ruht die Kunst der Welt,
Vom Mondlicht silbern sanft erhellt.
Und Roms Ruinen, stolz und grau,
Erzählen stumm vom Weltenbau.“


Wo die Zitronen blühn, Johann Wolfgang von Goethe

6.Tag: Montecatini – Heimreise

Nach dem Frühstück Heimreise. Rückkunft ca. 20.00 Uhr

„Vom Gardasee bis Sizilien her,
Vom Alpenrand ans tiefe Meer:
Italien, Land voll Glanz und Licht,
Ein ewiges, schönes Traumgedicht.“

Wo die Zitronen blühn, Johann Wolfgang von Goethe

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